DiLiCo current density for qCf – Lebensdaueranalyse an der Membran

Optimiert für die baltic quickCONNECTfixture. Verfügbar in drei verschiedenen Varianten.

Einsatzzweck

Stromdichte- und Temperaturverteilung innerhalb der Zelle über der aktiven Zellfläche messen. Mit der baltic quickCONNECTfixture der Firma balticFuelCells GmbH.

  • Analyse von Bipolarplatten (Flow Field Design), Membran-Elektroden-Einheiten (MEA) und Verpressungkonzepten
  • Bewertung von Betriebsstrategien und Alterungseffekten
  • Lebensdauertest an Brennstoffzellen, Elektrolyseuren und Redox Flow Batterien
  • Kombinierbar mit elektronischer Impendanzspektroskopie (1D-Modell zu 2D-Modell)

Technische Daten

Stromdichte: Bis ± 6 A
Temperatur: Bis 175 °C
Segmentanzahl: Abhängig von Version
Zellspannung 0 bis 2,5 V
Kommunikation: CAN, USB (via Adapter)
Anschlüsse: Bis zu 5 Temperaturfühler
PDF Datenblatt download
Anfrage senden Lieferzeit: ca. 8 Wochen

Leistungsbeschreibung

Die Produktreihe DiLiCo current density bietet durch ein neues, eigens entwickeltes Messverfahren ein völlig neues Preisniveau für Stromdichte-, Temperatur- und Zellspannungsmessung für das baltic quickCONNECT fixture FC25/100 und FC50/125. Die drei Varianten des Messsystems bieten optimale Vorraussetzungen für den Einsatz in verschiedenen Anwendungsfällen. Egal ob hohe Stromdichten (DiLiCo CUSTOM) oder hohe Temperaturen (DiLiCo HIGH TEMP), für beide Messbedingungen bietet DiLiCo das passende Messsystem. Die dritte Variante (DiLiCo CURR TEMP) bietet die Möglichkeit sowohl die Stromdichte- als auch die Temperaturverteilungen preiswert und präzise zu bestimmen. Alle Messgeräte dieser Produktreihe verfügen zusätzlich über eine integrierte Zellspannungsmessung. Optional können bei jeder Variante des Messsystems bis zu fünf Temperturfühler für die Medienkreisläufe angebunden werden.

DiLiCo current density besteht aus einer segmentierten Sensorschicht bestehend aus Strom- und Temperatursensoren, einer Elektronik zum Auswerten und Übertragen der Messdaten an den Kundenrechner und aus einer Software zur Visualisierung und umfangreichen Auswertung der gemessenen Werte für die Stromdichte (Stromstärke bezogen auf die Fläche) und Temperatur. Die segmentierte Sensorschicht wird zwischen Endplatte und Bipolarplatte, ohne direkten Kontakt zu den Gasen, integriert. Jedes Segment misst die Stromstärke und die Temperatur für einen Teil der aktiven Fläche der Membranen-Elektroden-Einheit. Die Fläche aller Segmente entspricht der Fläche der aktiven Reaktionsfläche der Membran. Als Ergebnis offenbart DiLiCo current density ein zweidimensionales Bild von der Verteilung der Stromdichte und Temperatur über der Fläche der Membran-Elektroden-Einheit. Die Aktivität der Membran, das Design von Bipolarplatten, Dichtungen und weiteren Komponenten lassen sich somit im Betrieb bewerten. Im Betrieb lassen sich Zustände wie Gasunterversorgung, thermische Hot Spots und Flutung identifizieren, die Zusammenhänge zwischen Befeuchtungssystemen und der Performance der Zellen direkt messen und visualisieren, und die Auswirkungen der eindimensionalen Einprägung von Wechselstromanteilen durch die elektrochemische Impedanzspektroskopie auf die zweidimensionale Messung durch DiLiCo current density näher an der aktiven Fläche der Zelle messen.

Lieferumfang

  • DiLiCo current density Sensorschicht
  • Auswerteelektronik mit Software
  • externes Netzteil
  • Gebrauchsanweisung

Anwender

  • Anwender der baltic quickCONNECT fixture FC25/100 und FC50/125

Warum es sinnvoll ist Stromdichten in Brennstoffzellen zu messen?

  • Identifikation partieller Unterversorgung über der Membranfläche, die nicht an der Zellspannung zu erkennen ist.
  • Erkennen von lokalen Alterungsdurchbrüchen in bestimmten Membranbereichen.
  • Zum Vergleich verschiedener Material- und Designkonfigurationen.
  • Bewertung der Kontaktwiderstände von Bipolarplatte, Gasdiffusionsschicht, Dichtung und Membran-Elektroden-Einheit für unterschiedliche Anpressdrücke des Stacks.
  • Aussagen zur Qualität der Gasverteilung von Flow Fields.
  • Optimierung von Betriebsparametern durch Bewertung und Anpassung von Zellkomponenten.
  • Identifikation von Flutungs- und Trocknungszuständen.
  • Datennutzung zur Modellbildung und -erweiterung.

Welche zusätzlichen Erkenntnisse kann die Messung der Stromdichte liefern?

Beispiel: Sukzessive Flutung der Brennstoffzelle innerhalb von 60 Sekunden bei konstanter Stromstärke nach Drehzahlsenkung der H2- Rezirkulationspumpe


Die Stromdichte der Membranbereiche am Medieneingang steigen um den Wert, den die Stromdichte Richtung Medienausgang entlang des Strömungskanals während der Flutung absinkt. Die Membran im Eingangsbereich leistet nun bis zu 600 mA/cm² (vorher 470 mA/cm²) gegenüber zirka 380 mA/cm² am Ausgang (vorher 520 mA/cm²). Ein Zusammenhang zwischen der Drehzahl der Rezirkulationspumpe und den veränderten Feuchtigkeitsverhältnissen in den Ausgangsbereichen der Flow Fields konnte abgeleitet werden.